Tatajuba

[Ta-ta-ju-ba]; [Bagassa guianensis Aubl., B. tiliaefolia R. Ben.]; Handelsname Tatajuba, Bagassa

Tatajuba, auch als Bagassa gehandelt, ist im tropischen Südamerika beheimatet. Der Tatajuba-Baum hat hier sein Hauptvorkommen in den Ländern Brasilien und Guiana. Es zu den weniger bekannten Hölzern in den Wäldern des nördlichen Südamerikas.

Mit seiner hohen Resistenz (Klasse 1) und relativen Härte ist Tatajuba ein widerstandsfähiges Terrassenholz. Die Holzfarbe ist ein homogenes gelbbraun mit deutlichen Glanzstreifen, das in der Sonne stark zu einem dunkelen Rotbraun nachdunkelt. Die gehobelte Oberfläche kann leicht raue Strukturen vom Wechseldrehwuchs aufweisen.

Herkunft Brasilien, Peru, Guinea
Rohdichte 1,1 g/cm³
Dauerhaftigkeitsklasse 1
Schwindmaß radial 0,30 %
Schwindmaß tangential 0,40 %
Holzfarbe gelbbraun,nachgedunkelt rotbraun
Holzstruktur Homogenes Hartholz mit Glanzstreifen
Verwendung Parkett, Yachtdeck, Terrassenholz

TATAJUBA – DER PIONIERBAUM

Der junge Tatajuba-Baum unterscheidet sich im Aussehen deutlich vom älteren Baum. Früher ging man deshalb von zwei verschiedenen Spezies aus. Tatajuba gehört zu den Latex produzierenden Holzarten und kann eine Höhe von 45 m und einen Brusthöhendurchmesser von bis 1,90 m erlangen.

Tatajuba, auch Bagassa genannt, ist ein langlebiger Pionierbaum, der sich sehr schnell auf vom Waldbrand zerstörten Waldflächen und in Lücken durch absterbende Bäume, sogenannte Sukzessionsflächen ansiedelt.

HART UND RESISTENT

Mit einer ungefähren Rohdichte von 1100 kg/m³ bei einem Feuchtegehalt von 12% zählt Tatajuba, wie auch Cumaru und Massaranduba, zu den schwereren Hölzern. Die Härte nach Janka beträgt 7800 – 10000 N, die Formstabilität ist gut.

Die geringe tangentiale und radiale Schrumpfungsrate von ungefähr 0,3 % tangential und 0,4 % radial und die Dauerhaftigkeitsklasse nach der DIN-EN 350-2 von “Klasse 1″ führen dazu, dass Tatajuba ein sehr geeignetes Holz im Konstruktionsbereich und für den Außenbereich ist. Die erste Klassifizierung besagt, dass Tatajuba resistent gegen den Befall von Pilzen und holzbohrenden Insekten ist.

Trotz seiner hohen Dichte, hat das Holz des Tatajuba Baumes ein nur mäßiges Schwindmaß und lässt sich daher ohne leicht trocknen. Obwohl die Härte nach Janka sehr hoch ist, lässt sich Tatatjuba unter Einwirkung von hohen Kräften auch relativ gut bearbeiten.

Das Verhältnis zwischen Spannung und Dehnung, die die Krafteinwirkung auf die Elastizität des Holzes erwirkt, wird bei Tatajuba mit einem MOE von 21490 N/mm2 angegeben und die Biege- und Druckfestigkeit bis zum Bruch die MOR wird mit 78 N/mm2 angegeben.

SCHWACHPUNKT VERZUG

Aufgrund der vorher genannten positiven Eigenschaften, die hohe Haltbarkeit, die hohe Resistenz gegen Fungi und Insekten ist Tatajuba auch sehr gut geeignet als Konstruktionsholz für die Unterkonstruktion von Terrassen. Etwas problematisch ist das nur mäßige Stehvermögen. Deshalb sollte der Abstand der Unterkonstruktion einer Tatajuba-Terrasse beim Terrassenbau 45 Zentimeter nicht übersteigen. Tatajuba wird hauptsächlich im Konstruktionsbau, in der Möbelherstellung, für Böden im Aussenbereich und im Bootsbau verwendet.

Quellen:

  1. Betterwood, https://www.betterwood.de/lexikon/tatajuba/
  2. Wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Bagassa
  3. Tropix, Fiche de l’essence TATAJUBA – Tropix 7 – Cirad